Wer sind wir? Was wollen wir?   

 

Wir sind Denkmalpfleger:innen, Architekt:innen, Restaurator:innen, Städtebauer:innen, Laien, Bauherren und interessierte Laien aller Art .

Wir verstehen diese Seite als Plattform. 

Unser Anliegen ist es, eine moderne Baukultur zu vermitteln und gleichzeitig historische Bauweisen, Gestaltungen, Techniken und Materialien einzubeziehen, bzw. ihnen wieder zu einer neuen Blüte zu verhelfen. 

Dabei geht es zum Einen darum, das uns überkommene „Alte“ in unseren Städten und Dörfern nahezubringen und Möglichkeiten des „Recyclings“ aufzuzeigen. Denn unser modernes Bauwesen ist einer der größten Klimakiller der heutigen Zeit. Nicht nur, dass täglich jede Sekunde irgendwo in Deutschland etwa 7 m2 freie Fläche für Siedlungen und Verkehrswege in Anspruch genommen werden (Quelle:https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/421/publikationen/bildungsbroschuere_mach_mal_platz.pdf), 

sondern auch die Produktion von Baustoffen, die Verkehrswege, das Bauen an sich mit den modernen Technologien sind inzwischen für fast 38 % des CO² – ausstosses in der EU verantwortlich (Quelle: https://www.solarify.eu/2020/12/17/331-0-rekord-co2-ausstoss-im-baubereich/). 

Wir wollen Möglichkeiten umgesetzte Projekte, Ideen, aufzeigen, die eine Trendwende anzeigen. 

Wir wollen motivieren, alte neue Baustoffe auszuprobieren, die es in unseren Regionen gibt, die bestimmten Kriterien der Nachhaltigkeit, wie nachwachsend, recycelbar etc. genügen. 

Andererseits geht es uns darum, der gestalterischen Verwahrlosung von Gebäuden und öffentlichen Räumen in unserem Umfeld entgegen zu wirken, besondere Projekte auf ihre Gestaltung zu analysieren und Möglichkeiten von Gestaltungen aufzuzeigen, die sich an historischen Vorbildern orientieren, aber auch vielfältige moderne Lösungen für Gestaltungen unserer Umwelt. 

Vor allem im historischen Kontext wird sich öfter an der Werbung des örtlichen Baumarktes orientiert, als darauf, was zu der Umgebung eines historischen Gebäudes passend ist. Dies betrifft öffentliche und auch private Bauvorhaben. Sicher sind wir geprägt durch die Erfahrungen unserer Umwelt, in der wir aufgewachsen sind, aber der Mensch ist lernfähig und wir halten uns gerne instinktiv an gut gestalteten Orten auf, in denen wir uns erholen können, die uns gut tun (sh. :“ Wie Architektur unsere Gesundheit beeinflusst: https://link.springer.com/article/10.1007/s00103-020-03188-7 )

Ein historischer Ort wirkt interessant, vielfältig, regt die Phantasie an. Die historischen Materialien sind meist recycelbar, entwickeln im Alterungsprozess eine natürliche Patina. (Beispiel Dinkelsbühl) 

 Das große Ganze lebt dabei von der Vielzahl Details etwa der Besonderheit der Fassaden, den Fenstern und Türen, der typischen Dacheindeckung, von der stimmigen Beleuchtung, der zurückhaltenden Werbung, aber auch von der Art der Einfriedung und der Straßen- und Platzgestaltung. 

Nur da, wo Erhaltungssatzungen, Gestaltungssatzungen, und der Denkmalschutz greifen, ist eine gute Gestaltung und Baukultur, bzw. baukulturelle Aspekte , wie Anpassung an die Umgebung in Typik, Materialien etc. durchzusetzen. Leider hängt es aber auch hier meist vom Willen des Bauherrn, dem Können des Architekten und der Kapazitäten der dafür verantwortlichen Behörden ab. 

Nur eine gut gestaltete Umgebung ist nachhaltig. Dies zeigen uns all die Bauten, welche die Jahrhunderte überdauert haben. 

Wir sollten auch davon lernen. 

Und voneinander. 

Darum lebt diese Plattform von der Zusammenarbeit aller Akteure, von einer Vernetzung, vom Austausch. Gerne freuen wir uns über Nachrichten, Informationen und Zusendungen aller Art.

 

Katja Sterzl Dipl. Ing. Architektin Weimar

 

 

Armin Mühler, Kunsthistoriker Erfurt